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Die Vergangenheit Jamaikas



Jamaika ist nicht nur eine Insel voller grandioser und wunderbaren Landschaften, sondern sie hat auch eine aufregende und umkämpfte Geschichte. Jamaikas Geschichte ist durchzogen von vielen negativen Ereignissen, darunter die Kolonisierung, mit anschließender Sklaverei und einem langen Weg zur Befreiung und zum Jamaika, wie wir es heute kennen.


Die frühen Ureinwohner der Insel waren das Volk der Arawaks, sie werden auch Tainos genannt. Man nimmt an, dass sie vor circa 2.500 Jahren aus Südamerika nach Jamaika kamen. Sie nannten die Insel liebevoll „Xaymaca“, übersetzt bedeutet dies „Land des Holzes und des Wassers“. Die Arawaks waren ein einfaches Volk. Es waren Landwirte, die sich auf den Anbau von Feldfrüchten wie Maniok, Süßkartoffeln, Mais, Obst und Gemüse sowie Tabak als Genussmittel konzentrierten. Die Arawaks waren von hellbrauner Farbe, mit grobem kurzen schwarzen Haar. Ihre Gesichter waren breit mit einer flachen Nase. Mit der Entdeckung der Insel durch Christoph Kolumbus und die Spanier endete ihr friedliches Leben. 

Am 5. Mai 1494 betrat der Entdecker Christoph Kolumbus in der St. Ann’s Bucht die Insel Jamaika. Dort traf er auf die frühen Bewohner der Insel, die sich den Neuankömmlingen gegenüber feindlich verhielten. Kolumbus war fest entschlossen, das neue Land im Namen des spanischen Königshauses zu beanspruchen. Außerdem benötigte Kolumbus Rohstoffe wie Holz und Wasser und die Möglichkeit, seine Schiffe zu reparieren. 


Christoph Kolumbus segelte die Küste entlang und legte in der Discovery Bay an. Nach einem erbitterten Kampf besiegte er die Arawaks und beanspruchte Jamaika für die spanische Krone. Nach der Eroberung stand es schlecht um das Volk der Arawaks, denn die Spanier folterten und töteten die Einwohner, um das Land zu besetzen und nutzten sie als Arbeitskräfte. Durch eingeschleppte Krankheiten stieg die Sterblichkeitsrate zusätzlich dramatisch an. Nur wenige der Arawaks überlebten.




Jamaika diente als Stützpunkt für Lebensmittel, Männer und Pferde, um die Eroberung des amerikanischen Festlandes zu unterstützen. Im Jahr 1509 kamen die ersten spanischen Kolonisten unter dem spanischen Gouverneur „Juan de Esquivel“ nach Jamaika und besiedelten das Land rund um die St. Ann’s Bucht. Dadurch entstand an der Nordküste die erste Siedlung, die Neu-Sevilla oder auch „Sevilla la Nueva“ genannt wurde. Die erste richtige Stadt mit einer Regierung, Handel und Kirchen hieß „St. Jago de la Vega“ und wurde 1534 zur damaligen Hauptstadt von Jamaika erklärt.


Am 10. Mai 1665 wurde die spanische Besetzung durch einen Angriff von Admiral William Penn und General Robert Venables beendet und die Engländer übernahmen die Herrschaft über Jamaika. Die Spanier ergaben sich und flohen nach Kuba. Die geflohenen Sklaven und ihre Nachkommen wurden unter dem Namen „Maroons“ bekannt. Der Name „Maroons“ leitet sich wahrscheinlich vom spanischen Wort „cimarrón“ ab, was so viel wie wild oder ungezähmt bedeutet. 

Die Ansiedlung der Engländer auf Jamaika war durch eine Zunahme des Sklavenhandels geprägt.  Sie konzentrierten sich auf die Landwirtschaft und den Export nach England. Die Siedler bauten vor allem Zuckerrohr an, da die Zuckerindustrie starke Zuwächse verzeichnete. 


Als billige Arbeitskräfte wurden versklavte Afrikaner eingesetzt, die aufgrund ihrer Stärke und Ausdauer bevorzugt wurden. Die zunehmende Verschiffung von Afrikanern nach Westindien, um sie als Pflanzer zu verkaufen, machte den Sklavenhandel zu einem sehr profitablen Unternehmen für die Kolonisten. Die Transportroute der Sklaven und Handelsgüter von England nach Afrika und weiter zu den westindischen Inseln wurde fortan als „mittlere Passage“ bekannt. 




In 1739 und 1740 führten die Maroons mehrere Kriege gegen die englischen Kolonialisten, bis sie schließlich einen Friedensvertrag mit den Briten unterzeichneten. Der Vertrag von 1740 garantierte ihnen zwar Land und Freiheit, er wurde jedoch nicht von allen Maroons akzeptiert, da diese im Gegenzug für ihre erworbenen Rechte entlaufene Sklaven einfangen sollten. Dies führte zu einer Spaltung unter den Maroons.


Die importierten Sklaven waren mit den vorherrschenden Lebensbedingungen und ihrem Status unzufrieden. Auch sie führten mehre Aufstände an, beispielsweise den Osteraufstand (1760) angeführt von Tacky sowie der Weihnachtsaufstand (1831) unter der Führung von Sam Sharpe. Aufgrund seines Einsatzes wurde Sam Sharpe zum jamaikanischen Nationalhelden ernannt. Vielen Rebellen gelang die Flucht von den Plantagen in die Berge, wo sie sich den Maroons anschlossen.


Die Aufstände der afrikanischen Sklaven waren schlussendlich einer der wichtigsten Faktoren die zum Ende der Sklaverei in Jamaika führten. Humanitäre Organisationen wie die Quäker, die sich um das Wohlergehen der Sklaven kümmerten, trugen ebenfalls wesentlich zum Ende des Sklavenhandels bei. Am 1. Januar 1808 wurde das Gesetz zur Sklaverei der sogenannte „Abolition Bill“ verabschiedet und der Sklavenhandel mit Afrikanern für ungesetzlich erklärt. Trotz des Verbots und der neu gewonnenen Freiheit blieb die unmittelbare Zeit nach der Abschaffung für die ärmeren Bevölkerungsschichten schwierig. Das lag vor allem daran, dass das oligarchische System fortbestand und befreite Sklaven trotz ihrer neuen Freiheit als unbedeutend angesehen wurden. Der Wille der Massen wurde weiterhin als unwichtig erachtet.




Die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges war in Jamaika von Dürren, Ernteausfällen und Versorgungsproblemen geprägt. Es war ein langer und blutiger Weg bis zu vollständigen Freiheit und Emanzipation im Jahr 1838. Beim historisch bedeutenden Aufstand in der „Morant Bucht“ im Oktober 1865 stürmten Paul Bogle und seine Männer ein Gerichtsgebäude und töteten einige weiße Sitzungsteilnehmer. Das Resultat der gescheiterten Rebellion waren mehr als 430 Tote durch Hinrichtungen oder Schüsse, Hunderte Auspeitschungen und 1.000 zerstörte Häuser. Der Aufstandsführer Paul Bogle und der mutmaßlich sympathisierende farbige Abgeordnete George William Gordon wurden dafür verantwortlich gemacht und gehängt. Heute werden sie als Nationalhelden gefeiert. 


1866 erklärte das britische Parlament Jamaika zu einer Kronkolonie und ernannte Sir John Peter Grant zum Gouverneur. Dadurch bekam Jamaika die Chance, sich sozial und wirtschaftlich zu entwickeln und wurde zu einem unabhängigen Staat mit Polizei, Justiz und medizinischem Dienst. Durch Investitionen in Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen blühte der Inselstaat langsam auf. Der Bau von Straßen, Brücken und Eisenbahnen sowie die Einführung eines inselweiten Sparkassensystems förderten die positive Entwicklung Jamaikas. 


Aufgrund der politischen Unzufriedenheit, wachsender Arbeitslosigkeit und der weltweiten Wirtschaftsdepression wurde Jamaika in den 1930er Jahren von weiteren Unruhen und sich ausbreitender Gewalt beherrscht. Sowohl wirtschaftliche Probleme wie sinkende Zuckerpreise als auch soziale Themen wie das stark steigende Bevölkerungswachstum förderten die Unruhen. Jahrelang setzten sich wachsende Berufsgruppen und Menschen mit gemischter afrikanischer und europäischer Abstammung für eine repräsentative Regierung ein. Als Resultat wurden die ersten Gewerkschaften und großen politischen Parteien gegründet. Nach vielen Jahren fanden im Dezember 1944 die ersten allgemeinen Wahlen statt.

Am 6. August 1962 erlangte Jamaika schlussendlich seine Unabhängigkeit von England. Es wurde eine eigene Verfassung verkündet, welche Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Einwohner des Landes sicherstellen soll.



Die Maroons

Die Maroons, ein wichtiger Teil der jamaikanischen Historie und deren wesentliche Beteiligung an der Befreiung Jamaikas werden leider oft vergessen.

Die Piraten

Port Royal und die Piraten der Karibik kennt jeder. Aber wer weiss das es bei diesem wilde Piratenhafen aus den Filmen um den Hafen vor Kingston geht?