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Auf den Spuren Jamaikas Piraten



Jeder hat schon mal Geschichten über Piraten in der Karibik gehört. Die Meisten haben wahrscheinlich auch den Kassenschlager “Fluch der Karibik” und seine Fortsetzungen gesehen. Aber weißt Du, dass der berühmte Sündenpfuhl Port Royal aus dem Film tatsächlich auf Jamaika existent war und Piraten über Jahrzehnte von dort aus teils im Auftrag der Krone auf Kaperfahrt gingen? Die Piraten der Karibik spielen nicht nur in beliebten Spielfilmen wie „Fluch der Karibik“ spannende Filmfiguren, sondern nehmen auch in der Geschichte Jamaikas eine wichtige und historisch interessante Rolle als Verteidiger der Insel ein. 

Piraten waren eine Gruppe von wilden Seeräubern, welche auch als Schrecken der Karibik bezeichnet werden können. Von legendären Inseln wie Tortuga und Hispaniola aus begannen die rücksichtslosen Seefahrer damit, reiche Beute zu machen indem sie Schiffe ausraubten und mit ihrem Piratengut teilweise bestehend aus Gold, Silber und Juwelen in ihren Heimathaften Port Royal zurückkehrten. Die Stadt Port Royal wurde 1518 von den Spaniern gegründet. Zu Beginn der englischen Besiedelung von Jamaika war Port Royal eine unbedeutende Stadt, doch unter dem Einfluss der Piraten wurde die Stadt Ende des 17. Jahrhunderts zu einer der verruchtesten aber auch wohlhabendsten Städte des britischen Kolonialreichs. Der Tiefwasserhafen gewann aber nicht nur dank der Freibeuterei, sondern auch aufgrund seiner vorteilhaften Lage als Vorposten der Kolonien und gleichzeitig als letzter Hafen vor dem Rückweg in die alte Welt an Bedeutung. Port Royal wurde in kurzer Zeit zum wirtschaftlichen Zentrum der Karibik.




Henry Morgan war einer der großen und erfolgreichen Kapitäne, welcher seinen Lebensweg als Pirat begann und später erfolgreich als offizieller Freibeuter arbeitete. Als „legaler“ Freibeuter mit Kaperbrief im englischen Dienst wurden die Seeräuber damit beauftragt die spanische Flotte und deren Kolonien auszurauben. Eine kluge Verteidigungsstrategie der englischen Krone, da so die Spanier sehr viel Energie einsetzten mussten um ihre eigene Küste, die spanischen Schiffe und ihre Siedlungen zu verteidigen und keinerlei Zeit sowie Ressourcen übrig hatten, um Jamaika anzugreifen. Die vom Gouverneur von Jamaika beauftragten Freibeuter und vor Ort angesiedelten Piraten leisteten einen historisch wertvollen Beitrag für die Sicherheit der englischen Siedlungen. So wurde Jamaika zu einem Zufluchtsort für die Freibeuter der Meere. Einige der berühmtesten Schurken der hohen See sind Sir Henry Morgan, Calico Jack und Blackbeard Teach. 

Die Bevölkerung der Hafenstadt Port Royal kann durchaus als gemischt bezeichnet werden, da sich neben Piraten, Handwerkern und Händlern sowie entwurzelten Sklaven und Prostituierten allerlei unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen ansiedelten. Die Stadt wurde begünstigt durch die Freibeuter und den toleranten Umgang mit Religion und Gesetz, trotzdem beziehungsweise deshalb für ihre Sittenlosigkeit und lockeren Moralvorstellungen bekannt. Am 7. Juni 1692 wurde die als verrucht bezeichnete Piratenstadt Port Royal durch ein heftiges Erdbeben gefolgt von einem verheerenden Tsunami zerstört und versank zu zwei Dritteln im Meer. Von vielen wurde die Vernichtung von Port Royal als „Urteil Gottes“ angesehen. Denn aus Sicht der Geistlichen waren die Bewohner ein „gottloses Volk“ und erhielten nun ihre göttliche Strafe für die zahlreichen Sünden. Es wird geschätzt, dass durch die Naturkatastrophe und einstürzenden Gebäude zwischen 1.500 und 3.000 Menschen den Tod fanden. Geschätzte weitere 3.000 Bewohner starben nach der Katastrophe an Verletzungen, den schnell ausbreitenden Krankheiten sowie Hunger.

Nach der Zerstörung und als die Kolonialregierung unter der spanischen Herrschaft nach Spanish Town verlegt wurde, verlor die Hafenstadt zunehmend an Bedeutung und der Bedarf an Freibeutern verschwand. Jedoch geriet Port Royal nicht ganz in Vergessenheit! Heute ist das ehemalige Handelszentrum ein kleines jamaikanisches Fischerdorf an der Landzunge im Süden. Jedoch ist und bleibt Port Royal archäologisch und geschichtlich von enormen Wert. Obwohl Port Royal in seiner Historie mehrfach durch Erdbeben, Brände und einen Hurrikan zerstört worden war wird die Stadt aufgrund ihrer erfolgreichen Erwähnung in Spielfilmen wie „Fluch der Karibik, „die Piratenbraut“ oder „Blackbeard“ immer ein unvergesslicher Teil der Piraterie sein!